Der Portalkran aus dem Jahre 1974, mit einer Tragfähigkeit von 20t und einer Spannweite von 17,95m+4,7m+8,5m (Ausladung 10t), musste der Witterung und der räumlichen Nähe zur Nordsee seinen Tribut zollen. Die Krananlage befand sich in einem maroden Zustand, die Stützen waren durchgerostet, Fahrwerke vom Rost angegriffen und auch die Kranbrücke hat in den 37 Jahren Arbeit, nur ungefähr 50m von der Nordsee entfernt stehend, dem Rost klein bei gegeben. Eine umfangreiche Modernisierung wurde nötig.
Der Auftragsleiter Jens Kötter-Förster der Ralf Teichmann GmbH hat ein umfangreiches Sanierungskonzept in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Auftragsleiter Herr Cobi der E.ON Kraftwerke GmbH Wilhelmshaven erstellt, wobei auch Wünsche und Verbesserungsvorschläge an der Portalkrananlage umgesetzt wurden.
Umbauarbeiten am Portalkran:
Zunächst wurde der Portalkran mit Hilfe von 3 Autokranen und den Monteuren der Ralf Teichmann GmbH im November in der Luft in seine Einzelteile zerlegt und auf LKWs verladen. Lediglich die maroden Stützen fanden ihren direkten Weg zum nahegelegenen Schrotthändler. Der Brückenträger wurde nach vorherigen Vorbereitungsarbeiten direkt zum Sandstrahlen verbracht. Die restlichen Stahlbauteile wurden nach Berlin ins Werk der Brunnhuber Krane GmbH gebracht und weiter in alle Einzelteile zerlegt.
Nach umfangreichen Strahlarbeiten an den Stahlbauteilen wie z.B. dem Kranfahrwerk, wurde das Ausmaß des Rostbefalls sichtbar. Nach intensiven Reparaturarbeiten, in Enger Zusammenarbeit mit der Ralf Teichmann GmbH, konnte die Substanz des Stahlbaus wiederhergestellt werden und die Zusammenfügung der einzelnen Bauteile wurde begonnen. In der Zwischenzeit wurden zwei neue Pendelstützen und zwei neue Feststützen im Werk in Berlin gefertigt und an den angelieferten und verstärkten Kranträger angepasst. Nach besonderer Beschichtung aller Stahlbauteile, der Fertigung einer neuen Schleppanlage und Montage eines neuen Hubwerks konnten die kompletten Einzelteile wieder nach Wilhelmshaven verbracht werden.
Die Krananlage wurde noch im Dezember vor den Feiertagen auf seinem alten Standort auf dem Kühlwasserbauwerk des Kraftwerks zusammengesetzt. Nachdem dieses erfolgreich getätigt wurde, ist eine neue Steuerung angebaut worden. Sämtliche Leitungen wurden neu verlegt und angeschlossen. Der Portalkran verfügt nun über neue Kranantriebe, ein neues Hubwerk, neue Stützen mit der die Hubhöhe um 1,5m erhöht wurde, sowie einer neuen Steuerung, einer neuen Stromzuführung und eine Funkfernbedienung mit Lastanzeige im Sender. Natürlich sind alle Motoren und Gerätekästen mit Stillstandheizungen ausgestattet worden, damit ein Betrieb auch bei Temperaturen unterhalb der Gefriergrenze problemlos möglich ist.
Anfang Januar konnte der Portalkran nach nur 5 Wochen Modernisierung im Werk der Brunnhuber Krane GmbH Berlin dem Betreiber E.ON Kraftwerke GmbH vom Projektleiter Jens Kötter-Förster mit voller Funktion übergeben werden. Natürlich wurde der Portalkran nach Fertigstellung von einem Sachverständigen mängelfrei abgenommen.
Auftragsleiter:
Jens Kötter-Förster
Mit etwas Verspätung, dafür aber mit vollem Erfolg wurde der bis dato stillgelegte HEPAG Portalkran 75 t auf dem Lagerplatz der Eiffel Deutschland GmbH aus Hannover wieder in Betrieb genommen.
Voraussetzungen dafür waren eine komplette Sanierung des Stahlbaus, ein Neuaufbau der Verkabelung und Überholung sämtlicher Antriebskomponenten am gesamten Portalkran.
In ausführlicher Vorplanung mit den zuständigen Auftragsleitern, Herr S. Fabig und Herr A. De Lazzari aus der Eiffel Deutschland Gruppe wurde gemeinsam mit dem Projektleiter Herr O. Langenstein von der Ralf Teichmann GmbH aus Essen die notwendigen Maßnahmen abgestimmt und umgesetzt.
Trotz präziser Vorplanung und die bei solchen Modernisierungen nicht ungewöhnlichen, vorher nicht ersichtlichen Mängel, wurde das vorkalkulierte Budget beider Unternehmensgruppen vollständig ausgereizt.
Neben der vollständigen Demontage des Portalkranes, Zerlegung der Komponenten in Einzelteile wurden die Bereiche Stahlbau und Elektrik zwischen EIFFEL und TEICHMANN aufgeteilt und Schritt für Schritt bearbeitet.
Nach aufwendiger Sandstrahlung, zusätzlicher Verstärkung der Kranbrückenkastenträger und die Lackierung des Kranes in Unternehmensfarben der Eiffel Gruppe konnte die Verkabelung neu verlegt werden.
Nach Abschluss der Vorarbeiten auf dem „Boden“ konnte der Portalkran seine ursprüngliche Größe wieder annehmen und nach einem Werktag Remontage Stand der Kran wieder auf seinen 4 Laufrädern.
Der Anschluss der Laufkatzen und Antriebsmotoren mit Inbetriebnahme der gesamten Portalkrananlage erfolgte trotz schlechter Witterung zeitnah.
Mit erneuter Sachverständigenabnahme konnte der Portalkran nach gemeinsamer Planung und Arbeit ohne weitere technische Mängel wieder in Betrieb genommen und übergeben werden.
Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit wuchs das Vertrauen beider Unternehmen zueinander und ein weiterer Portalkran 25 t x 27,5 m konnte durch Herrn Dipl.-Ing Thomas Zeh, Vertriebsleiter Portalkrane der Ralf Teichmann GmbH aus Essen, als zweiter Lagerplatzkran für die Eiffel Gruppe in Hannover verkauft und inzwischen geliefert werden.
Auftragsleiter:
Oliver Langenstein
Auch bei diesem Projekt setzte die Ralf Teichmann GmbH erfolgreich ihre Unternehmensphilosophie als Komplettanbieter für „Wie-neu-Krane“ um. Der ursprünglich bei der Deutschen Bahn AG eingesetzte Kran wurde mit eigenem Personal demontiert, in Essen neu konstruiert und schließlich am neuen Standort im Madagaskar-Hafen in Amsterdam montiert. Sämtliche logistischen Leistungen einschließlich des simultanen Einsatzes von sechs großen Autokranen wurden ebenfalls von Essen aus koordiniert.
Neukonstruktion des Stahlbaus
Da der Kran ursprünglich in einem Binnenlandterminal ohne Wasseranschluss eingesetzt worden war, mussten umfangreiche Arbeiten zur Anpassung an den neuen Standort durchgeführt werden. Nach intensiven Gesprächen mit dem Kunden vor Ort und in Essen folgte eine komplette Neukonstruktion des Krans. So wurde das Spurmittenmaß von vorher 25 m auf 22,5 m gekürzt. Zur effizienten Entladung der Containerschiffe mussten die Ausladungen auf der Wasserseite um rd. 8 m auf 18 m und auf der Landseite um 7,5 m auf 12,5 m verlängert werden. Da die wasserseitige Ausladung einer höheren Beanspruchung ausgesetzt ist, wurden sowohl die Stützen verstärkt als auch eine Pylonabspannung zur Erhöhung der Steifigkeit vorgesehen. Nach den erforderlichen Berechnungs- und Konstruktionsarbeiten setzte die Ralf Teichmann GmbH das Projekt in der eigenen Fertigung zeitnah um.
Durch eine Optimierung des Hubwerks und den Einsatz einer neuen Seiltrommel wurde der Kran an die erforderliche Hubhöhe von eins über vier Container angepasst sowie für die Senktiefe unter Schienenoberfläche vorbereitet.
Die Distripool Schiphol Holding BV war daran interessiert, dass der Umschlag der Container ohne Zeitverzögerung durchgeführt wird. Daher wurde das Durchfahrmaß zwischen den Stützen erweitert, um Container bis zu einem Maß von 40 ft ohne zeitaufwändiges Drehen zwischen den Stützen transportieren zu können. Auf diese Weise ließ sich die Umschlagkapazität deutlich erhöhen, was in einem trimodalen Terminal mit Lagerung und direktem Schiff-Lkw-Umschlag einen deutlichen Wettbewerbsvorteil bedeuten kann.
Die technischen Daten des Kranes blieben weitgehend unverändert. Dies betrifft sowohl die Tragfähigkeit an den Seilen von 42 t als auch die Arbeitsgeschwindigkeiten (Hubwerk Volllast / Teillast: 10m/min und 18m/min; Katzfahrwerk 45m/min; Kranfahrwerk 75m/min).
Neukonstruktion der Elektrik
Neben dem Stahlbau wurde auch die komplette elektrische Ausstattung des Krans erneuert - angefangen bei der Hauptzuleitung, die von 400 V auf 10 kV umgestellt wurde, bis zur Hochspannungskabeltrommel und zum Hochspannungstrafo. Damit der Betreiber auch für zukünftige Erweiterungen seines Terminals gerüstet ist, wurde die Kabeltrommel so ausgelegt, dass eine spätere Kranbahnlänge von rd. 300 m - aktuell rd. 200 m - problemlos genutzt werden kann. Nach dem kompletten Entkernen des vorhandenen Elektroschalthauses wurde die Elektroinstallation auf Montageplatten neu aufgebaut. Der Kran erhielt eine neue Steuerung auf Basis der Frequenzumrichtertechnik inklusive SPS S7 und Profi-Bus. Zur Sicherstellung eines Notbetriebs wurde die Steuerung redundant ausgelegt. Auch hardware- und softwareseitig entspricht der Kran nun dem neuesten Stand der Technik. So wurde ein leistungsstarker Rechner für das Lagerverwaltungssystem installiert. Zudem verfügt der Kran über ein Kranmanagementsystem zur Bestimmung aller Krankoordinaten, wie Hubwerk, Laufkatze, Kranbrücke usw., so dass die aktuelle Position jedes einzelnen Containers in Echtzeit lokalisiert werden kann.
Um den hohen Sicherheitsanforderungen in modernen Containerterminals zu genügen, installierte die Ralf Teichmann GmbH ein Personenschutz- und Hindernisüberwachungssystem, das den Kran automatisch stoppt, sobald Personen oder mögliche Hindernisse auf der Kranbahn erkannt werden.
Um die Umschlagarbeiten zeitnah abrechnen zu können, wurde die Wägetechnik für die Container so optimiert, dass die Messung während des Hebevorgangs stattfindet und die Daten per Funk übertragen werden. Damit ist kein gesonderter Wägevorgang mehr erforderlich – für Distripool Schiphol Holding BV ein weiterer Schritt zur Optimierung der Umschlagkapazität. Ein weiteres Merkmal der neuen Krananlage ist die integrierte Leistungsmessung, mit der der Betreiber den Energieverbrauch des Krans pro Containerhandling messen und nachweisen kann.
„Eine besondere Herausforderung bei der Konstruktion dieses Krans stellten die sog. ‚Kakao-Container’ dar“, erläutert Urban Lehmkühler, technischer Leiter der Ralf Teichmann GmbH. „Diese Containertypen verfügen über eine elektrische Hydraulik zum Öffnen des Containerbodens, um Schüttgüter wie Kakao möglichst staubfrei zu verladen. Wir mussten daher ein System entwickeln, um die Container mit Strom zu versorgen.“ Entwickelt wurde ein entsprechender Prototyp: Der Kranführer hat per Knopfdruck die Möglichkeit, beim Verbinden der Container mit den Twist-Locks des Spreaders zugleich einen Stecker für die Stromverbindung anzuschließen. Die Container werden dann vom Bediener im Schiff per Funk geöffnet und anschließend wieder geschlossen. Nach dem Rücktransport an den Lagerplatz löst wiederum der Kranführer die Stromversorgung.
Resümee
„Mit diesem erfolgreichen Projekt haben wir unsere Kompetenz als Komplettanbieter für ‚Wie-neu-Krane’ aus einer Hand erneut eindrucksvoll bewiesen“, erklärt Ralf Teichmann, geschäftsführender Gesellschafter der Ralf Teichmann GmbH. „Unser Kunde erhielt einen Kran auf neuestem Stand der Technik in kürzester Zeit und zu nur 60 % der Kosten im Vergleich zu neuem Stahlbau. Daraus ergeben sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.“
Zum Lieferumfang für die niederländische Spediteur-Gruppe gehörten neben dem Kran auch die für die Kranbahn benötigten Schienen inklusive Spezialschienenauflager und Endanschläge, sowie ein Teleskop-Spreader für 20- bis 40-ft-Container in einer Ausführung als Drehspreader mit Schwerpunktverschiebung. Außerdem erhielt der Kran noch einen kompletten Neuanstrich in der vom Betreiber gewünschten Farbgebung unter Berücksichtigung der besonderen klimatischen Anforderungen eines Seehafenterminals.
Auftragsleiter:
Dipl.-Ing. Urban Lehmkühler
An den zur Delta-Drahtgruppe gehörenden Baustahlmattenhersteller wurde ein 12,6t Umschlag- Portalkran mit 45m Spannweite zur Schiffsentladung, Bahnverladung und Lagerbeschickung geliefert. Der Kran wurde mit einer Drehlaufkatze mit Doppelhubwerken, Umrichtersteuerung und Breitportal für 16m Durchfahrtbreite ausgerüstet. Die Ausladung wurde auf nutzbar 22m vergrößert.
Der Weltmarktführer für Tunnelbohrmaschinen hat sich für einen Portalkran mit 2 x 40t Traglast und einer Spurweite von 30m von Teichmann entschieden. Ebenfalls wurde die Hubhöhe auf 20m umgebaut.